Ein grosser Teil Tasmaniens ist Nationalpark. Ab der Mitte nach unten und zur Westkueste hin ist mehrheitlich alles Park. Unter anderem gehoert der Craddle Mountain dazu an dessen Fuss der Overland Track vorbei fuehrt. Weiter im Landesinnern liegen die Walls of Jerusalem und der gleichnamige Park, in dem man auch laengere Touren machen kann ohne ueber hunderte Tourifuesse zu stolpern.
Vom Carpark aus fuehrte ein schmale Pfad steil nach oben zu einem Plateau, auf dem man nachher mehrheitlich unterwegs ist. Der Aufstieg aber hatte es in sich! Nicht etwa, weil es steil war oder weil wir bloedsinnig viel Zeugs mitscheickten - es war einfach saumaessig heiss. Wenn man sich durch den ersten Aufstieg durchgebissen hat und auf der Ebene ist, so wird man duch eine faszinierende Landschaft belohnt. Ausserdem ist es mehrheitlich flach...
Am Fusse der Walls, denen wir entlang gingen, erspaehten wir nebst einigen Wallabies zwei Schlangen (vermutlich Blacksnakes). Ziemlich giftig, diese Tierchen, aber sie zogen es jeweils vor abzuziehen.
Unser Nachtlager schlugen wir in Dixons Kingdom auf. Inmitten eines Tanneswaldes (Pencil Pines - teils rund 1000 jaehrig) stellten wir unser riesiges Zelt auf. Wir hatten statt kleinen Hiker Zelten ein Camping Zelt dabei das sauschwer war, aber dafuer haetten wir bei Regen sogar drinnen kochen und Sitzen koennen - nur regnete es gar nicht.
Den Sonnenuntergang betrachteten wir vom Mount Jerusalem aus. Herrliches Farbenspiel und eine Flasche Wein untermalten dieses Unternehmen stilgemaess.
Am naechsten Morgen stellten wir fest, dass die Zmorge Haberfloeckli leider nicht mitgekommen waren. Zum Glueck hatten wir noch Risottoreis vom Znacht und konnten uns einen Milchreis kochen. Voller Energie nahmen wir den Rueckweg in Angriff. Zwei kleine Gipfelchen, die wir rasch erklommen, lagen direkt am Weg: der Solomons Throne und der Temple Mountain.
Das Wetter stellte etwas um und es begann zu regnen. Uns war das egal, wir waren ja auf dem Rueckweg, aber ganz im Gegensatz zum Hinweg hatte es ploetzlich Unmengen Leute (etwa 20 kamen uns entgegen - alle wollten im winzigen Huettli in Dixons Kingdom uebernachten...) und die wurden so richtig nass, denn der naechste Tag war ziemlich feucht.